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Das ist die Vorderseite unserer Fahne:
Dort ist Christus als Sämann dargestellt, wie er über die Fluren von An­dernach geht. Die Ergebnisse, nämlich die „Früchte der Erde" sind symbolisch dargestellt: Getreide, Blumen, Gemüse, Obst und Trauben.
Auch sind alle markanten Punkte der Stadt eingearbeitet, die Burgruine, die Christuskirche, der Runde Turm,  der Mariendom und der Alte Krahnen.
Die im Hintergrund der Christusgestalt dargestellten Wetterwol­ken sollen bestätigen, wie sehr alles von Gott abhängt; deshalb das Sprichwort:  
„An Gottes Segen ist alles gelegen".
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Das ist die Rückseite unserer Fahne:
Auf der anderen Seite, in dunklen Farbtönen gehalten, der Name der Nachbarschaft und die Jahreszahl 1950 als Gründungsjahr. In der Mitte das Stadtwappen, umrahmt von ei­nem Lorbeerkranz und dem Wahlspruch
„In Freud und Leid zusammensteh'n".


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Zur Fahne aus unserer Chronik von 1955:

Der fertige und farbige Fahnen-Entwurf der Bonner Fahnenfabrik wurde im Monat Februar 1955 im Schaufenster des Nachbarn Ludwig Kahlenberg. für ca. 8 Tage ausgestellt, um allen Nachbarinnen und Nachbarn die Möglichkeit zu geben ihn zu sehen und zu begutachten. Bei den Besuchen und Einladungen bzw. Besprechungen mit der Geistlichkeit beider Konfession wurde der Entwurf ebenfalls für gut und schön befunden.
Dass die Anschaffung einer Nachbarschaftsfahne und ihre Weihe überhaupt schon möglich war, ist nur dem großen Verständnis und der Opferbereitschaft aller Nachbarinnen und Nachbarn zu verdanken. Unser Amtmann brachte dies auch klar und eindeutig beim Fahnenweihfest am 12. Juli 1955 zum Ausdruck.
Aber auch die Mitarbeit vieler Nachbarinnen und Nachbarn bei der Vorbereitung und die Beteiligung am Fest selbst verdienen lobend hervorgehoben zu werden. Es sei an dieser Stelle nur an die lobenden Äußerungen namhafter Vertreter der Stadt erinnert, die z.B. die Beteiligung an dem Festzug gegenüber vielen Vereinen als Glanzleistung bezeichneten. Und das spricht gleichermaßen für den Nachbarschaftsgeist, wie auch für die wirklich intensiven und großen Vorbereitungen, die hierfür zu leisten waren und geleistet wurden. In den mehrfachen Zusammenkünften des Schöffenrats, des Fahnenausschusses und des Frauen-Vorstandes wurden die wirklich zahlreichen Probleme besprochen und später auch ausgeführt bzw. gelöst, ein Jeder an seinem Platze.
Entsprechend der Bedeutung dieses Ereignisses war freundlicherweise auch der Südwestfunk der Einladung der Nachbarschaft gefolgt, um eine halbstündige Reportage über das Geschehen des Tages auf Tonband aufzunehmen. Diese Aufnahme, die einen wirklich Schönen und guten Querschnitt des Festes und seines Zweckes vermittelt, wurde an zwei verschiedenen Tagen im Monat August und Anfang September 1955 über den SWF ausgestrahlt. Um aber auch uns selbst diese Aufnahme jederzeit - auch in 1o, 2o und mehr Jahren - zugänglich zu machen, wurde auf Beschluss des Schöffenrats diese Reportage dank des Entgegenkommens eines Nachbarn auf eignes Tonband aufgenommen und dem Nachbarschafts-Archiv einverleibt.
Anmerkung: Diese Aufnahme ist leider verschollen.
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Aktuelles zu unserer Fahne:

Die Reparatur unserer Fahne ist mittlerweile abgeschlossen.

Am Freitag, den 23. September 2011 fuhren Amtmann Heinz Lüthke und ich, Schriftführer Friedhelm Schütte nach Kempen am Niederrhein um die Fahne abzuholen.
Sie wurde uns von Frau Ingendae, der Restauratorin, in neuem Glanz präsentiert.

Am Wochenende zuvor wurde unsere Fahne im "Haus der Seidenkultur" in Krefeld vielbeachtet ausgestellt, weil sie von ihrer Grundstruktur, der Aufteilung der Motive, sowie auch der Farbgebung etwas Besonderes darstellt. Ebenso konnte Frau Ingendae den Betrachtern die Art und Weise der Restaurierung besonders anschaulich erklären.

Die Fahne ist nun wieder in neuwertigem Zustand und wird hoffentlich für viele Jahre unsere Nachbarschaft repräsentieren können, bei Beerdigungen oder bei sonstigen Anlässen. Die Aufarbeitung hat sich wirklich gelohnt.
Sie wird künftig durch eine Klarsichthülle vor Regen und durch eine Lager-Schutzhülle geschützt um die Lebensdauer so weit wie möglich zu verlängern.

Allen die sich an der Spendenaktion beteiligt haben, möchten wir recht herzlich danken. Durch ihren Beitrag ist doch ein erheblicher Teil der Kosten zusammengekommen. Unsere Kasse wird dadurch für ihre eigentliche Aufgabe geschont.
Die gewerblichen Spender möchte ich hier an dieser Stelle einmal besonders erwähnen:

-- Bestattungsinstitut Udo Passek, Grüner-Weg 10, Tel. 02632-43482

-- Gemeinütziger Bauverein Andernach, Karolingerstr. 48, Tel. 02632-96370

-- Partyservice Klaus Voss, Koblenzer-Str. 47, 02632-46626

-- Volksbank RheinAhrEifel, Bahnhofstr. 23 - 25, 02632-951-0

-- Kreissparkasse Mayen Bahnhofstr. 48, 02632-4005-0

-- Fliesenfachbetrieb Udo Busch, Schillerring 26, 02632-43408

Bitte berücksichtigen sie diese Firmen bei Bedarf in besonderer Weise!!
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Die Vorgeschichte zur Reparatur:

Leider war nun der Fall eingetreten, dass unsere Fahne nach 55 Jahren regem Gebrauch marode war und dringend repariert werden musste, wenn sie nicht ganz zerfallen sollte.
Die Fahne hat mehrere hundert Verstorbene zur letzten Ruhe geleitet und unsere Gemeinschaft bei vielen Festivitäten repräsentiert und das bei Wind und Wetter. Die Trägerstoffe waren nun mürbe und an vielen Stellen eingerissen. Die Motive hatten viele lose Fäden und abgeschabte Stickereien. Einige Teile der Motive mussten komplett neu eingearbeitet werden.

Hier sind Bilder der Schäden: Einmal auf die Bilder klicken zum Vergrößern!


















Es wurden mehrere Angebote eingeholt die sich preislich erheblich unterschieden. Auch wurden Erfahrungen anderer Nachbarschaften mit berücksichtigt. Trotzdem liegt der Reparaturaufwand bei über 2.800 €.
Eine solch hohe außerordentliche Ausgabe belastet unsere Finanzen erheblich.
Wir wissen, dass viele Nachbarinnen und Nachbarn Wert darauf legen, dass im Falle ihres Ablebens die Fahne ihnen einen letzten Gruß geben soll. Sie stellt auch den Großteil der Identität einer solchen Traditionsgemeinschaft dar.
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© Friedhelm Schütte, Landsegnung-Nachbarschaft ------- 27.06.2013